Die Küche und ihre Partys

Früher versammelte man sich an der Feuerstelle, heute treffen wir uns am Induktionsherd. Da gibt es was zu essen – und interessante Gespräche.


Warum Partys immer in der Küche enden

Bereits unsere steinzeitlichen Vorvorfahren wussten ein prasselndes Lagerfeuer zu schätzen – dort konnte man nach der Jagd seine müden Glieder ausstrecken, miteinander reden und Kräfte tanken, während das erlegte Schwein vor sich hin brutzelte. Gleichzeitig schützten der flackernde Schein und die Gesellschaft der Anderen vor wilden Tieren. Zwar lauern in unseren Häusern und Wohnungen selten hungrige Säbelzahntiger, aber die Lust auf ein leckeres Essen, die Sehnsucht nach guten Gesprächen und einer netten Gemeinschaft sitzt tief.

Je später der Abend: je voller die Küche, je doller die Gäste

So lautet das ungeschriebene Partygesetz Nummer eins. Was den Steinzeitmenschen die Feuerstelle bedeutete, ist für uns der Induktionsherd – beide Orte sind mit positiven Erwartungen verknüpft.

Gerüchte-Küche

Die ersten zieht es in die Küche sobald die Reste vom Teller gekratzt sind – offiziell, um die Spülmaschine einzuräumen. In Wirklichkeit wird geredet, getratscht, gelästert. Ob Katrin sich die Lider hat straffen lassen und warum Andi seine neue Flamme nicht mitgebracht hat – delikate Angelegenheiten klärt man am liebsten in der (Gerüchte-)Küche. Denn wer möchte schon im Wohnzimmer verfängliche Fragen brüllen und plötzlich feststellen, dass er ausgerechnet die sekundenkurze Totenstille zwischen zwei Songs erwischt hat? Eben.

Was macht (negatives) Gewäsch über andere eigentlich so attraktiv, dass wir es einfach nicht lassen können, hinter dem Rücken unserer Mitmenschen deren Verhalten zu sezieren?

Vielleicht die Tatsache, dass Lästern mehr als nur ein Laster ist. Die Wissenschaft ist sich mittlerweile sicher: Das gemeinsame Herziehen, bzw. Austauschen über Dritte kann positive Effekte auf unsere Psyche und unser soziales Miteinander haben.

So stärkt Lästern etwa die Zugehörigkeit zu einer Person oder Gruppe. Entgegen des gängigen Glaubens, dass positive Gespräche über Dritte den Charakter und damit die Beziehung stärken, schweißt es Menschen stärker zusammen, wenn sie negativ über andere sprechen.

Wer fürchtet, durchs Tratschen negatives Karma anzuhäufen, dem sei gesagt: Lästern kann auch dem Gemeinwohl dienen. Lästern ist menschlich und hat seine guten Seiten. Man darf nur nicht vergessen auch über sich selbst Witze zu reißen!

Den Lästerschwestern folgen die Leckermäuler

Klar, kühles Bier und Kartoffelsalat stehen nur eine Armlänge entfernt. Und: Befreit von jeder Sitzordnung kann man sich galant den interessantesten Gesprächs- oder Flirtpartner angeln. Probleme, ins Gespräch zu kommen? Büfett, Wein-Auswahl, Farbe des Geschirrs – alles kann zum Thema werden. Nervös? Halten Sie sich an einem Käsehappen fest. Angst, der Traumtyp könnte mit einer anderen verschwinden? Nicht hier, wo man ganz entspannt essen und trinken kann, ohne das Gespräch unterbrechen zu müssen.


Tratschtanten, Gourmets, Flirt-Fans und die Raucher

Keiner kann sich gegen den Kochnischen-Charme wehren. Wer hockt eigentlich noch im Wohnzimmer? Leute, die dem Gastgeber nicht so vertraut sind. Denn das Wohnzimmer ist der Raum fürs Öffentliche und Formale – die Küche ist eher privater Natur. Aber mal ehrlich: Auf einer Feier wird jeder schnell zum Freund. Und der landet wo?

So wird die Küche zur Partyzentrale

Entspannte Atmosphäre

Keiner feiert gerne in der Küche, wenn der Gastgeber hektisch damit beschäftigt ist, das Fleisch vorm Verbrennen und das Gemüse vor dem Verkochen zu retten. Tischen Sie Gerichte auf, die Sie kennen und mindestens einmal probegekocht haben. Bereiten Sie alles vor, was sich einen Tag im Kühlschrank aufbewahren lässt. Wer gerne sein eigener Gast ist, engagiert einen Catering-Service oder lässt einen Mietkoch brutzeln.
Coole Musik - Im Wohnzimmer darf die Musik krachen, in der Küche zaubern leise Hintergrundtöne Partystimmung und lassen Raum für Gespräche. Wie wäre es mit Easy Listening – und natürlich dem 80er-Jahre-Hit "You'll always find me in the kitchen at parties" von Jona Lewie?

Stimmungsvolle Deko - Rücken Sie Gäste und Büfett ins rechte Licht: mit Kerzen auf einer Spiegelplatte oder Lichterketten in großen Gläsern. Beistelltische spielen "stummer Diener", sie nehmen das Geschirr ab: Funktionieren Sie Nachttischschränkchen um oder hüllen Getränkekisten in einen hübschen Stoff und legen bunte Tabletts als Tischplatten auf.

Mitternachtssnacks - Unumgänglich der Mitternachtssnack. Entweder für die Zu-Spät-Kommer oder die Wieder-Appetit-Bekommer.
Mitternachtsbüfett mit DIY Hot Dogs - Hot Dogs können ein super Mitternachtssnack für einen gelungenen Abend sein! Bauen Sie eine kleine Hot Dog-Bar auf, wo sich Ihre Gäste nach Belieben ihren Hot Dog selbst zusammenstellen können. Einfach einen Topf auf den Herd mit den heißen Würstchen und die Brötchen und Beilagen daneben stellen: Röstzwiebeln und in Scheiben geschnittene Gewürzgurken, Salat, sowie Ketchup, Senf und Gewürze.
Ihre Gäste werden es lieben, ihren eigenen Hot Dog zuzubereiten und diesen dann zu verspeisen… einfach eine super Idee, um mit dem Mitternachtssnack den Abend nochmal richtig in Schwung zu bringen!

So können Sie sicher sein, dass sich keiner Ihrer Gäste vor zwölf verabschiedet!